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Alternativen zu Gelatine Edeka Meyers Neumünster

Welche pflanzlichen Alternativen gibt es zu Gelatine?

Da Gelatine aus dem Bindegewebe und den Knochenresten von Tieren gewonnen wird, ist es für Vegetarier und Veganer tabu. Doch wer sich für diese Lebensweise entschieden hat, muss nicht komplett auf Gelier- mittel verzichten, denn es gibt einige pflanzliche Alternativen. Die Japaner und Chinesen setzen schon seit mehreren Jahr- hunderten auf das sogenannte Agar-Agar – dieses wird auf Verpackungen auch als „ E 406“ gekennzeichnet. Das Geliermittel aus getrockneten Rotalgen wirkt fast so stark wie Gelatine, man braucht im Vergleich nur ein bisschen mehr – ein halber Teelöffel Agar-Agar entspricht vier Blatt Gelatine. Sie können es aber überall einsetzen, sei es für süße oder pikante Speisen. 

Agar-Agar muss aufgekocht werden, geliert aber schon nach wenigen Minuten Kochzeit. So bleiben hitzeempfindliche Vitamine zum Großteil erhalten. Mit kalten Zutaten zügig verarbeiten, weil es schnell eindickt. Zitrone und andere Zitrusfrüchte verhindern bei Agar-Agar ebenso wie bei Gelatine ein schnelles Gelieren. Man bekommt Agar-Agar als Pulver, Flocken und in fester Form. Es enthält Jod, jedoch keine Zusatzstoffe. 

Eine weitere Alternative zu Gelatine als Geliermittel ist das ebenfalls pflanzliche Pektin, wird auch als E 440a oder E 440b betitelt. Am bekanntesten ist Apfelpektin aus den Rück- ständen der Apfelsaftpressung. Pektin kann aber auch aus den Schalen von Zitrusfrüchten, Quitten oder Zuckerrüben stammen. Es bildet Gele und sorgt so dafür, dass Flüssigkeiten fest werden. Das ist besonders bei der Herstellung von Marmelade, Gelees, Eis und Tortenguss praktisch. 

Im Handel gibt es Pektin als Pulver und flüssig, meist mit Zucker oder Stärke vermischt. Es geliert besonders gut durch Zugabe von Zitronensaft und Süßungsmitteln, muss aber zwei bis drei Minuten kochen. Für die ausschließlich kalte Anwendung in Speisen ist es daher wie Agar-Agar nicht geeignet. 

 

Meyer's Rezept: Fruchtspaghetti 

Zutaten für 8 Portionen: 

• 10 g Agar-Agar
• 350 g Fruchtpüree • 30 g Zucker
• etwas Minze 

Zubereitung: 

Für die Fruchtspaghetti das Agar-Agar zusammen mit 80 ml Wasser, dem Fruchtpüree und dem Zucker unter Zuhilfenahme eines Pürierstabs pürieren, bis sich das Pulver vollständig aufgelöst hat. Das Fruchtpüree in einen Topf geben und unter ständigem Rühren aufkochen. Mit einer Spritze in einen dünnen PVC- oder Silikonschlauch spritzen. Den Schlauch anschließend mit Klammern verschlossen in eine Schüssel mit Eiswasser legen und für etwa 3-5 Minuten auskühlen lassen. Eine saubere Spritze mit Luft aufziehen und an einer Schlauchöffnung die Luft in den Schlauch drücken, sodass die Fruchtspaghetti aus dem Schlauch geschoben werden. Die Fruchtspaghetti mit etwas feiner gehackten Minze als Dessert servieren. 

Foto: peta.de