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andrea kohr von Edeka meyers präsentiert Futterspendenbox

Futterspendenbox für Katzen in Not

Wir sind aus Überzeugung auf vielfältige Weise in Neumünster aktiv – der Region zuliebe. Eine mittlerweile feste Institution ist die große rote Futterspendenbox im Eingangsbereich des Marktes an der Goethestraße, die von der Ehrenamtlichen Marion Kruse seit Jahren vertrauensvoll betreut wird: „Ich bin als Kundin nahezu jede Woche einmal im Markt und leere nach Bedarf. Ich schätze, dass pro Leerung etwa 20 Kilogramm Futter anfallen. Über die knapp drei Jahre des Bestehens sind sicher ein paar hundert Kilogramm in den hungrigen Mägen gelandet, wofür wir uns alle bei allen teilnehmenden Kunden und ganz herzlich bedanken!“


Hinter der Futterspendenbox steht kein Verein: Marion Kruse hat sie 2016, zwar als Mitglied und zur Unterstützung der „Tierhilfe Neumünster e. V.“, privat gekauft. Hintergrund war die Schließung der Tierauffangstelle (vom „Tierschutzverein für Neumünster und Umgebung von 1932“ betrieben und für die Fundtiere zuständig) wegen eklatanter Mängel und Verstöße gegen das Tierschutzgesetz durch das Veterinäramt der Stadt im August 2016. Die „Tierhilfe Neumünster e. V.“ übernahm kurzfristig die Aufgabe der Erstaufnahme von Fundtieren und sorgte für die Verbringung der Tiere, soweit sie nicht bei der Tierhilfe verbleiben konnten, in die Tierheime Kiel und Henstedt-Ulzburg.

„Parallel dazu stellten immer mehr Marktleitungen Spendenboxen in die Lager, da das Futtersammeln für ein leeres Tierheim vielen dubios vorkam“, erinnert sich Marion Kruse. „Das ließ mich Ende 2016 auf die Idee kommen, Herrn Jan Meifert zu bitten, eine Box für die Fundtiere aufstellen zu dürfen. Nach dem Motto: Das Futter gehört dorthin, wo die Tiere sind! Das hieß damals: Katzen- und Nagerfutter zur Tierhilfe, Hundefutter nach Kiel.“

So lief die Aktion bis März 2017, als die Tierhilfe ziemlich unvermittelt verkündete, die Aufgabe für die Stadt nicht weiter erfüllen zu können. Marion Kruse: „Zu der Zeit erfuhr ich von der prekären Situation der verwilderten Katzen in diversen Gartenkolonien, die im Laufe der letzten Jahre über die vom Land Schleswig-Holstein geförderten Kastrationsaktionen von der Tierhilfe eingefangen, kastriert und wieder zurückgesetzt wurden. Dort werden sie von einigen Frauen, die dort Gärten besitzen, aufopferungsvoll versorgt. Daraufhin habe ich zu zwei dieser Frauen in der Eisenbahnerkolonie hinter den Holstenhallen und in der Heinrich-Förster-Kolonie Kontakt aufgenommen und versorge sie seither im Wechsel mit Katzenfutter für bis zu 50 Katzen! Eine weitere Dame meldete sich 2018. Sie versorgt die letzten beiden, ebenfalls über die Tierhilfe kastrierten, Katzen am Wasserturm.“

Alle Spenden über das Katzenfutter hinaus gehen seit 2017 an die „Neumünsteraner Tafel e. V.“. Das Tierheim in Neumünster wurde seit März 2019 unter neuer Leitung wieder eröffnet und betreibt selbst auch wieder ca. zwölf Boxen und sogar eine „Tiertafel“.